Die Nordischen

Siberian Husky: Sanfter Menschenfreund

 

Die Siberian Huskies sind die kleinsten der klassischen Schlittenhunde. Die Rüden werden bis zu 60 cm und die Hündinnen bis zu 56 cm groß. Ihre Augen sind meist blau oder braun oder auch beides. Der Husky ist den polaren Regionen durch sein Fell optimal angepasst. Es besteht aus einer Unterwolle und aus Deckhaaren, welche Wasserabweisend sind. Durch die 2 Schichten können sie ihre Körpertemperatur gut regulieren und verlieren so gut wie keine Wärme. Bei einem starken Schneesturm rollen die Huskies sich ein und stecken ihre Nase unter die Rute, sie wirkt als Luftfilter und wärmt die Luft an, so können sie Tage und Nächte lang im Schnee verbringen. Ihre Pfoten sind relativ klein um die Verletzungsgefahr gering zu halten.

Bei kontinuierlichem Training ist der Husky in der Lage das Neunfache seines eigenen Körpergewichtes zu ziehen. Somit wurde er damals als Nutz- und Familienhund der Eskimos gehalten. 1909 meldete sich William Goosak seinen Huskys zu einem Schlittenhunderennen an. Er wurde wegen der kleinen Hunde belächelt. Er erreichte den Platz 3. Im Folgejahr wurde John Johnson erster beim „Iron Man“. Daraufhin wurde 1910 die Zucht gegründet.

Der Siberian Husky breitete sich schnell aus und gelang nach Europa. Hier wird er heutzutage kaum noch als Nutztier gehalten.

Der Schlittenhundesport ist ein beliebtes Hobby geworden.

Die Huskys werden charakterlich als freundlich, sanftmütig, aufmerksam und kontaktfreudig beschrieben. Sie sind Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen und dienen daher nicht als Wachhund. Sie sind sehr intelligent und leben am liebsten mit anderen Hunden zusammen im Rudel.

 

 

Alaskan Malamut: Die Lokomotive

Der Alaskan Malamut hat ein wetterfestes doppeltes Fell um seine Körpertemperatur gut regulieren zu können. Sie sind meist beige und wolfsgrau. Ihre Brust, Pfoten und Maske sind von weißen Abzeichen umgeben. Immer öfter sieht man auch rote Alaskan Malamuten. Der Malamut hat braune, schwarze oder braun-rötliche Augen.

Er ist der stärkste und größte Zughund derklassischen Schlittenhunde. Er wurde auf das Ziehen schwerer Lasten gezüchtet und nicht auf Schnelligkeit.

Der Alaskan Malamut wird als anhänglich, freundlich, treuen und ergebenen Begleiter beschrieben. Auch er lebt am liebsten mit anderen Hunden in einem Rudel. Er war bis ins 19. Jahrhundert die einzige Hunderasse im nordwestlichen Teil der Arktis und ist somit einer der ältesten Schlittenhunderassen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird er im Schlittenhundesport eingesetzt.

 

 

Samojede: Der immer lächelnde Gentleman

 

Der Samojede ist seit 1913 eine anerkannte Huderasse. Er hat ein üppiges, dickes, elastisches und dichtes Fell, welches meist reinweiß oder leicht cremefarbend ist. Sie haben nur braune bis schwarze Augen. Ihre Köpfe sind kräftig, der Hals ist mittellang und ebenfalls kräftig. Der Körper ist länger als hoch. Ihre Rute ist hoch angesetzt und wird meist eingedreht getragen.

Der Samojede wurde ursprünglich als Arbeitshund, Hütehund, Wachhund und Schlittenhund verwendet. Da sie sehr ausdauernd sind können sie Strecken bis zu 95 km ohne Pause und ohne Futter zurücklegen. Dennoch sind sie nicht so schnell wie die Siberian Huskys und nicht so kräftig wie die Malamutes.

 

 

Grönlandhund: Rüpel für Liebhaber

 

Der über 60 cm große Schlittenhund hat ein doppeltes Haarkleid. Dichte und weiche Unterwolle, sowie ein dichtes, glatttes Deckhaar. Es gibt sie in allen Farben, sowohl einfarbig als auch mehrfarbig. Sie haben eine dicke, buschige Rute, welche eingedreht oder bogenförmig getragen wird.

Er gehört zu den ältesten Hunderassen und war für die Inuits als Transport- und Jagdhund sehr wichtig. Er hat viel Kraft und eine starke Ausdauer, ist robust und ist gut dirigierbar.

 

 

Alaskan Husky: Leichtgewicht mit Turbo

 

Der Alaskan Husky ist im Gegensatz zum Siberian Husky keine von der FCI anerkannte Hunderasse. Seine Züchter wollten mit ihm einen optimalen Schlittenhund für Rennen schaffen. Wie der Name bereits vermuten lässt, entstand er Anfang des 20. Jahrhunderts in Alaska aus Verpaarungen zwischen importierten Tschuktschen- Hunden mit vorhandenen Indianerhunden.

Zudem kreuzte man Birddogs (z.B. Irish oder Gordon Setter, Golden oder Labrador Retriever) sowie später auch Pointer und Windhunde mit rein. Hieraus bildete sich bis heute eine Vielzahl an Zuchtlinien heraus, die alle sehr in ihrem Erscheinungsbild variieren. Inzwischen reicht die Palette der Alaskans vom 50kg schweren Trapperhund bis hin zum 17kg leichten Rennhund.

Wichtiger als ein einheitliches Aussehen waren den Züchtern seit jeher die Gebrauchseigenschaften. So ist allen Alakans eine geringe Aggressivität, ein gutes Sozialverhalten sowie wenig bis gar kein Jagdtrieb gemeinsam. Außerdem verfügen sie über einen unbändigen Willen zum Laufen, harte und zähe Pfoten, Ausdauer, Genügsamkeit sowie eine große Anhänglichkeit an den Menschen. Gegen Ende der 1970er- Jahre fasste der Alaskan Husky bei Schlittenhunderennen erfogreich Fuß, häufig zu Unmut einiger Musher reinrassiger Schlittenhunde.